Die Besetzung Zyperns 1974 ist eines der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte der Insel. Die türkische Militärinvasion teilte die Insel und hatte dauerhafte Folgen für ihre Menschen und die internationalen Beziehungen.
Zypern hat eine lange Geschichte der Rivalität zwischen Griechenland und der Türkei. 1960 erlangte die Insel die Unabhängigkeit von Großbritannien, doch die Spannungen zwischen der türkischen und der griechischen Volksgruppe blieben.
Die Bevölkerung bestand aus zwei Hauptgruppen – einer griechischen Mehrheit und einer türkischen Minderheit. Diese Spaltung führte zu gewaltsamen Zusammenstößen und politischer Instabilität. Mehr über die Vergangenheit der Insel finden Sie im Artikel Geschichte Zyperns.
20. Juli 1974
1983
Nur die Türkei
Im Juli 1974 kam es auf Zypern zu einem Militärputsch, den die griechische Junta mit dem Ziel initiiert hatte, die Insel mit Griechenland zu vereinigen. Die Türkei, die ein Interesse am Schutz der türkischen Minderheit hatte, reagierte am 20. Juli mit einer Militärinvasion, bekannt als Operation Attila. Sie begründete die Invasion mit dem Vertrag von 1960, der ihr das Recht zum Eingreifen auf Zypern gab.
Zypern wurde de facto in einen griechischen Süden und einen türkischen Norden geteilt. Während der Invasion wurden rund 200 000 griechische Zyprer und über 50 000 türkische Zyprer vertrieben. 1983 rief der türkische Teil als Türkische Republik Nordzypern die Unabhängigkeit aus, die international nur von der Türkei anerkannt wird.
Das verlassene Viertel Varosha in Famagusta, eine der sichtbarsten Spuren von 1974, beschreibt der Artikel Famagusta.
Nikosia ist noch immer die einzige geteilte Hauptstadt der Welt – hinüber gehen Sie zu Fuß über die Ledra-Straße.
Die Besetzung verschlechterte die Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland erheblich und führte zu einer Reihe diplomatischer Konflikte. Verhandlungen unter der Schirmherrschaft der UN laufen seit Jahrzehnten, haben aber bisher keinen greifbaren Fortschritt gebracht. Das Haupthindernis ist die Uneinigkeit über die künftige politische Ordnung der Insel und die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Häuser.
Das Zypernproblem hat auch erheblichen Einfluss auf die breitere geopolitische Lage im östlichen Mittelmeer, wo wichtige Energiequellen liegen. Es bleibt einer der kompliziertesten und langwierigsten Konflikte in Europa.
Wie die Insel heute funktioniert, beschreibt der Artikel Die politische Lage auf Zypern.
Bei der Entscheidung, welcher Teil der Insel zu Ihnen passt, hilft Ihnen der Artikel Süd- oder Nordzypern?
Am 20. Juli 1974, als Reaktion auf einen von der griechischen Junta initiierten Putsch.
Der Name der türkischen Militärinvasion auf Zypern 1974.
Rund 200 000 griechische Zyprer und über 50 000 türkische Zyprer.
Nur die Türkei. Die Republik wurde 1983 ausgerufen.
Ja, die Verhandlungen über eine Wiedervereinigung unter der Schirmherrschaft der UN waren bisher nicht erfolgreich.
Die Besetzung Zyperns 1974 war ein entscheidendes Ereignis mit dauerhaften Folgen für die Insel, ihre Menschen und die internationalen Beziehungen.